Dienstag, 9. Juli 2024

Was genau ist eine Kokille?

Metallische Dauerform zur wiederholten Herstellung von Formgusserzeugnissen: Bei einer Kokille handelt es sich um eine metallische Gussform, die zur Fertiung maßgenauer Werkstücke (mit guter Oberflächenstruktur) verwendet wird. Diese Dauerform wird als Kokille bezeichnet. Kokillen gehören zu den wiederverwendbaren bzw. permanenten Formen, die innerhalb des Fertigungsverfahrens nicht zerstört werden. Dadurch haben die im Kokillenguss gefertigten Produkte eine sehr gute Wiederholgenauigkeit. Mit einer Kokille können so mehrere zigtausend Gussteile gefertigt werden.
Kokillen bestehen häufig aus Gusseisen oder Kupferplatten und sind in der metallverarbeitenden Industrie weit verbreitet. Kokillen sind wiederverwendbare Formen zum Gießen von Metallen und Legierungen, steigend oder fallend. Die Kokille, in die die Schmelze eingegossen wird, besteht meist aus 2 Teilen (Formhälften). Auf der Innenseite der Stahlhälften ist die Form des Gussstücks eingeprägt.

Um ein Ankleben des Materials in der Kokille zu verhindern, wird zudem Trennmittel auf die Formhälften aufgebracht. Dieses Mittel enthält entsprechende Stoffe, die ein Anhaften des Gießmaterials an den Stahlhälften verhindert. Das einfachste eine Dauerform nutzende Verfahren ist der Sturzguss, der vornehmlich bei Legierungen mit niedrigem Schmelzintervall Anwendung findet. Eine meist zweiteilige Form, deren Innenseite die Konturen des Gussstücks wiedergibt, wird mit Schmelze gefüllt. Nach kurzer Zeit bildet sich eine Erstarrungsschicht, der noch flüssige Rest der Schmelze wird in den Tiegel zurückgegeben und das Gussstück nach weiterer Abkühlung der Form entnommen.


Die Alu-Guss-Sauerland GmbH ist im Kokillenguss - Verahren zu Hause, dieses ist ein Gießverfahren, bei dem Schmelze über einen oben liegenden Einguss in eine metallische Dauerform aus Aluminium – die sogenannte Kokille – eingegossen wird. Deren Hohlraum wird allein infolge der Schwerkraft ausgefüllt. Im Kokillenguss sind als Gusswerkstoffe schwerpunktseitig Aluminium- und Kupferlegierungen etabliert. Die Kokille bewirkt aufgrund ihrer Wärmeleitfähigkeit eine beschleunigte Abkühlung der Schmelze, was zu einer schnell fortschreitenden Erstarrung führt. Dies hat ein feinkörniges und dichtes Gefüge zur Folge und garantiert sehr hohe Festigkeitswerte.



Welche Vorteile bietet der Kokillenguss?

Da beim Kokillenguss eine permanente Gussform zum Einsatz kommt, können viele Tausend formgleiche Bauteile mit derselben Kokille gefertigt werden. Darüber hinaus bietet das Kokillengießverfahren viele weitere Vorteile:

  • - Maßgenauigkeit
  • - hohe Gefügedichte
  • - gute Wiederholgenauigkeit
  • - glatte, hochwertige Oberflächenqualität
  • - geringe Wanddicken möglich
  • - gute mechanische Werkstoffeigenschaften durch hohe Abkühlgeschwindigkeit

Welche Werkstoffe werden beim Kokillenguss verarbeitet?

Für den Kokillenguss eignen sich Legierungen mit einem relativ niedrigen Schmelzpunkt. Solche Legierungen sind z.B.:

  • - Aluminium
  • - Messing
Sie haben Bedarf an einer sog. Kokille? Gerne beraten wir Sie bei der Konstruktion und der Fertigung Ihrer Kokillen.

Danke für Ihr Interesse!

Aluminiumguss Sauerland GmbH
Schöntaler Weg 30
D-58809 Neuenrade

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Samstag, 6. Juli 2024

Geschlossenheit und Teamgeist

Geschlossenheit und Kampfgeist, einfach nur vorbildlich: Es hat nicht sollen sein, dennoch eine herausragende Leistung des DFB-Teams!


Diese Nationalmannschaft ist aktuell ein Vorbild für uns alle, nur geschlossen/gemeinsam bewältigen wir die Herausforderungen dieser Tage.

Nicht nur das Alu-Guss-Sauerland bedankt sich bei Julian Nagelsmann und seiner Truppe, ganz Deutschland hat sich an dieser Frische erfreut!

Aluminiumguss Sauerland GmbH
Schöntaler Weg 30
D- 58809 Neuenrade (NRW)

Ihr Partner für Druckguss - Kokillenguss - Werkzeugbau!

Mittwoch, 3. Juli 2024

Druckguss? Was ist das?

 Kurz erläutert: 

Druckguss ist ein automatisiertes Gießverfahren, bei dem die flüssige Schmelze mittels hohem Druck (150 bis 1200 bar) und mit hoher Füllgeschwindigkeit (bis zu 540 km/h) in eine Form gepresst wird. In der Regel werden Legierungen mit einem niedrigen Schmelzpunkt verwendet. Druckgießen 
ist eines der wirtschaftlichsten und schnellsten Formgebungsverfahren. Die Vorteile dieses Produktionsverfahrens liegen darin, dass mit nur einer Form relativ schnell Hunderttausende von Gussteilen hergestellt werden können. Alle hergestellten Teile haben eine einheitliche Qualität und verursachen relativ geringe Stückkosten. Es ist möglich, große und komplexe Bauteile mit geringen Wandstärken herzustellen.
Verfahren: Beim Druckguss gibt es zwei verschiedene Verfahren zur Herstellung von Bauteilen: den Warmkammer- und den Kaltkammerdruckguss. Bei beiden Herstellungsverfahren wird die Form vor dem Gießvorgang mit einem Trennmittel besprüht, damit sich das spätere Gussteil leicht aus der Form lösen lässt. Allerdings wird die Schmelze nicht direkt in den Formhohlraum gegossen, sondern zunächst in die Gießkammer der Druckgießmaschine gefüllt. Von dort aus wird die Legierung durch einen Kolben (das so genannte Gießset) durch einen oder mehrere Kanäle in die Form gepresst. Der Unterschied zwischen den beiden Verfahren liegt in der Struktur der Gießkammer, die im Folgenden beschrieben wird.
 

Warmkammer:
Charakteristisch für diese 
Druckgießmaschinen ist, dass die Gießkammer ständig in Kontakt mit der flüssigen Legierung steht. Die Schmelze gelangt durch ein Ventil in die Gießkammer, wo sie durch den Kolben mit hoher Geschwindigkeit in die geschlossene Druckgussform gepresst wird. Dieses Verfahren wird für Legierungen mit niedrigem Schmelzpunkt, wie Zink, Blei oder Zinn, eingesetzt.


Kaltkammer: Hier sind die Druckgießmaschinen sind so konstruiert, dass sich das Gießgerät außerhalb der Schmelze befindet. Zur Herstellung eines Bauteils wird die Legierung in die Gießkammer gefüllt und durch Kanäle in die Druckgussform gepresst. Dieses Verfahren eignet sich für Werkstoffe mit einem höheren Schmelzpunkt. Dazu gehören zum Beispiel Aluminium und Kupfer. Nachdem die Legierung bei beiden Verfahren in die Form gepresst wurde, erstarrt das Bauteil unter dem starken Druck, woraufhin die Verschlüsse der Form geöffnet werden können. Das Teil mit Anschnitt wird durch automatisch betätigte Auswerferstifte aus der Form entnommen und kann bei Bedarf weiterverarbeitet werden. Das Kaltkammer-Druckgussverfahren ist das beliebteste Verfahren zur Massenproduktion von Leichtmetallguss. Lesen Sie jetzt über die Schlüsselfaktoren für die Realisierung eines kostenreduzierten Leichtbaukonzepts.


Vorteile der Druckgusslegierungen:

  • Erstklassige Korrosionsbeständigkeit
  • Sehr hohe Festigkeit und Härte
  • Überdurchschnittliche Wärmeleitfähigkeit
  • Hohe elektrische Leitfähigkeit
  • Sehr gute EMI/ RFI-Isolation
  • Gute Weiterbearbeitungsmöglichkeiten

Wo wendet man diese Verfahren überhaupt an: Druckguss wird hauptsächlich für die Großserienfertigung eingesetzt, d.h. wenn viele gleichartige Bauteile gegossen werden sollen. Trotz des hohen Drucks, der während des Herstellungsprozesses verwendet wird, wird eine hohe Gussqualität erreicht. Das Druckgussverfahren eignet sich besonders für die Herstellung von sehr dünnen (bis zu 1 mm) Leichtbauteilen. 

Schwerpunktmäßig werden Druckgussteile für die Automobilindustrie hergestellt, z. B. Räder, Blöcke, Zylinderköpfe, Ventilblöcke und Krümmer. Auf diesen Sektor entfallen rund 84 % der von deutschen Gießereien produzierten Gussteile. Die Verwendung von Aluminiumteilen führt zu einer Gewichtsreduzierung der Fahrzeuge und damit zu einer Verringerung des Kraftstoffverbrauchs. Darüber hinaus gibt es weitere Branchen, in denen Druckgussteile verwendet werden:

  • Luft- und Raumfahrt
  • Haushaltsgeräte
  • Möbel
  • Elektrische Werkzeuge
  • Elektronik
  • Maschinenbau
  • Leuchtenindustrie

In Zukunft werden auch andere Branchen wie die Elektromobilität für die Gießereien interessant sein.

Dies bietet ein enormes Potenzial für Leichtmetallguss, somit für uns:

Aluminiumguss Sauerland GmbH

Schöntaler Weg 30

D- 58809 Neuenrade